Katastrophal ist das einzige Wort für
die zurückliegende Nacht. Da die Hütte über
einer warmen Salzwasserquelle gebaut wurde (ein Bad
im Haus ist ja ganz nett, aber Entlüftung wäre
noch besser), waberten die ganze Nacht unbeschreibliche
Fauldämpfe durch die Räumlichkeiten. Wie sich
das in unserer fensterlosen Suite auswirkte, könnt
ihr euch vorstellen. Na ja, so war die Nacht eben kurz.
Den Vormittag nutzten wir für die Überprüfung
und Einstellung aller möglichen Systeme (TV Equipment,
GPS Geräte, Iridium Telefonanlage, Daten- Aufzeichnungsgeräte,
Laptop usw.). Zu unserer Freude hatte Wildo, der Hüttenranger
schon am frühen Morgen (wir konnten noch nichts
essen geschweige denn riechen) angefangen, eine Gans
(keine Ahnung wo er die plötzlich her hatte) für
mittags auszunehmen und zu kochen. Leider trafen die
offiziellen Personen, auf die wir wegen der Volkswagen
Rekordangabe warteten und mit denen wir gemeinsam essen
wollten, erst gegen 17.00 Uhr ein. Somit gab es a) kein
herrliches Mittagessen und b) keine Fahrt mehr auf den
Ojos. Wir begnügten uns mit 700g Risotto und vertrieben
uns die Zeit mit schlafen und lesen. Kurz vor Einbruch
der Dunkelheit fuhren wir noch zum 20km entfernten Passo
de San Franzisco auf 4750m (chilenisch – argentinische
Grenze), um einige Schritte auf argentinischem Boden
zu gehen. Zwar wurde heute leider nichts aus der Fahrt
zum Ojos, aber wir lernen eben, Dinge und Termine auf
südamerikanisch zu verstehen.
Was uns allerdings ein bisschen beunruhigt
sind die Aussagen zweier Ranger, die heute vom Ojos
kamen. Sie berichteten uns von einem 5 Tage zurückliegenden
Sturm, der wieder viel Schnee auf den Berg gebracht
hat. Die obere Hütte sein nur mit Schneeketten
erreichbar. Wir sind gespannt...