IN EXTREMER HÖHE-
MIT DEM GELÄNDEWAGEN
AUF ÜBER 6300 m ü.NN - WELTREKORD AM OJOS
DEL SALADO
Es gibt Ideen, die verwirklicht werden
müssen. Vor allem dann, wenn sie seit langer Zeit
in den Köpfen von Menschen vorhanden sind, machbar
erscheinen und durch außergewöhnliche Begegnungen
geprägt sind.
Dieser Satz der, in
vielen unterschiedlichen Situationen des Lebens und
in der Automobilentwicklung zutreffend ist, traf auch
den Kern eines Gespräches im August 2003, als sich
der Fernsehmoderator, Autor und Filmemacher Dirk Glaser
und der Off Road Experte Matthias Jeschke zufällig
während einer Reise trafen.
Eine Begegnung, die Grundstein für eine ganz besondere
Unternehmung sein sollte.
Beide stellten im Verlauf ihrer Unterhaltung fest, dass
sie, obwohl bisher nicht miteinander bekannt, seit langem
eine gemeinsame Idee hatten. Weiter sogar, dass beide
seit geraumer Zeit an ein und dem selben Projektgedanken
arbeiteten bzw. arbeiten:
DEM HÖHENWELTREKORD
AUF VIER RÄDERN
Geboren wurde die Idee, einen Höhenweltrekord mit
Fahrzeugen aufzustellen, schon viele Jahre zuvor.
1992 begleitete Dirk Glaser mit einem seiner Kamerateams
eine Expedition in Südamerika. Die Gruppe erreichte
damals mit nahezu serienmäßigen Allrad Fahrzeugen
eine Höhe von rund 5300m ü.NN (Isuzu Trooper
Tour `92/ unterstützt von Opel zur Präsentation
des Trooper - Modellwechsel).
Als 1997 die Teilnehmer einer Expedition nach langer
und schwieriger Fahrt die Ankunft im Mount Everest Basislagers
in 5300 m ü.NN als neuen Höhenrekord für
Fahrzeuge vermeldeten, war dieser schon Jahre zuvor
erreicht.
Im September 1999 stellte dann ein russisch - amerikanisches
Alpinistenteam einen neuen Weltrekord auf. Sie fuhren
mit Geländewagen in Tibet bis auf eine Höhe
von 5726 m über Meereshöhe (unterstützt
und finanziert von AutoVAZ/ Lada).
ABER NIEMALS WAR EIN AUTOMOBIL
IN EINER HÖHE ÜBER 6300 m ü.NN!
Matthias Jeschke und Dirk Glaser beschlossen
noch während ihres damaligen Gespräches, diese
Rekordmarke gemeinsam in Angriff zu nehmen und starteten
das Projekt:
FAHRZEUG - HÖHENWELTREKORD/
CHILE 2005.
Das Zielgebiet
Südamerika/ Chile.
Genauer bezeichnet liegt es in der Atacama Wüste.
In ihr erhebt sich der mächtigste und mit fast
7000m höchste Vulkan der Erde: der "OJOS DEL
SALADO", das Ziel!
In Gesprächen über ihr neues Projektes gelang
es beiden, den bekannten und äußerst erfahrenen
Anden Bergsteiger und Himalaya Bergführer Wilfried
Studer als Begleiter und Berater zu gewinnen.
Wilfried Studer ist seit mehr als 20 Jahren weltweit
als Expeditionsleiter und Bergführer angesehen
und ein ausgewiesener Kenner der Anden.
Vielfach führte er Bergsteiger am Mount Everest,
dem Aconcagua, dem Mont Blanc und vielen weiteren herausragenden
Bergen, bildete an seiner Hochgebirgschule aus und leitete
Trekkingtouren in aller Welt.
Alleine vier Mal bestieg er den Ojos del Salado und
kennt ihn wie kein anderer.
Die Planer
Dirk Glaser, 44, ist Fernsehmoderator,
Autor und Filmemacher, und hat sich bereits mit verschiedensten
Expeditionsdokumentationen einen Namen gemacht.
Aufmerksamkeit erregten u.a. seine Filme über die
Erstbefliegung des Aconcagua mit dem Gleitschirm (30
min., ZDF, 1986), die erste Reise mit einem Segel-Katamaran
in die Antarktis (45 min., WDR/NDR, 1999), eine Rekordfahrt
mit dem Fahrrad rund um Australien (45 min., VOX, 1994),
sowie über eine Expedition zum höchsten Berg
Kolumbiens, dem Pico Colón (45 min., SWR, 1993).
Matthias Jeschke, 33, gilt nicht nur unter
Insidern als Off Road Experte.
Seit Jahren fährt und organisiert er Rallyes, veranstaltet
Off Road Reisen sowie Geländewagen Fahr- und Sicherheitstrainings.
In Europa gehört er zu den bekannten Namen der
Szene. Seine Teams waren bereits mehrfach Mittelpunkt
verschiedener Fernsehproduktionen (Kabel 1 2002,2003
und DSF 2004) rund um die Themen Fahrzeug und Off Road.
Beide unternahmen im März 2004 zusammen mit Wilfried
Studer und Roland Brühl eine Vorreise zum Ojos
del Salado, um Gewissheit bezüglich der Realisierbarkeit
ihres Vorhabens zu erlangen.
Wilfried Studer war von seinen vorherigen Besteigungen
eine Fahrspur in Erinnerung, die vor vielen Jahren durch
ein schweres Raupenfahrzeug entstanden war, das einen
Schutzcontainer (den letzten vor dem Gipfel) auf eine
Höhe von 5800m ü.NN brachte.
Die vier erreichten nachweislich im März 2004 nach
teils schwieriger Fahrt eben diese Schutzhütte
mit ihrem Geländewagen und darüber hinaus
sogar die Höhe von 5915m. Eine bis dato nicht erreichte
Höhe für Kraftfahrzeuge. Nach der in Augenscheinnahme
der vor ihnen liegenden, zu überwindenden Berghänge
des Ojos stand fest:
DER ABSOLUTE WELTREKORD, AUF VIER RÄDERN
ÜBER 6300m ü.NN ZU GELANGEN,
IST AN DIESER STELLE MACHBAR !
Das Team
Das gesamte Team wird aus einer kleinen
Gruppe ausgesuchter Personen bestehen. Neben Matthias
Jeschke (Planung und Organisation), Dirk Glaser (Planung
und Film), und Wilfried Studer (Planung und Beratung)
werden Roland Brühl, Jochen Beyer, ein Kamerateam,
der bekannte Fotograf Thomas Linkel (u.a. STERN) und
zwei chilenische Helfer zur Rekordmannschaft gehören.
Die Rekordfahrzeuge werden jeweils von zwei Personen
nach Lage und Machbarkeit bis zum höchsten anfahrbaren
Punkt pilotiert. Erst wenn dieser erreicht ist, wird
ein Weiterkommen unter zur Hilfenahme von Überfahrsystemen
und Seilwinden ermöglicht.
Alle Teilnehmer verfügen entweder über Berg-
bzw. Expeditions- Erfahrung und/ oder hervorragendes
fahrerisches Können im Bereich Geländewagensport.
Der Weg
Nach der Ankunft in Chile wird das erste
Ziel unserer voraussichtlich 14-20 Tage dauernden Reise
die Gegend um den großen Salzsee in der Nähe
von San Pedro, ca. 600 km nördlich von Copiapo,
sein. Der mehrtägige Aufenthalt in wechselnden
Höhen zwischen 2500 und 5000 Metern dient einerseits
der Akklimatisation - um auszuschließen, dass
einer der Teilnehmer die lebensgefährliche Höhenkrankheit
erleidet - andererseits bietet er die Möglichkeit,
die Fahrzeuge, die technische Ausrüstung und die
Zusatzsysteme nochmals zu testen. Dann führt uns
unser Weg nach Copiapo, einer Oasenstadt inmitten der
Atacama Wüste. Sie ist unsere letzte Verpflegungs-
und Versorgungsstation vor dem eigentlichen Weltrekordversuch.
Hier wird es nach der Akklimatisationsphase nochmals
letzte Gelegenheit zur persönlichen Erholung sowie
zur Betankung der Fahrzeuge und Ersatzkanister geben...
Der Weg
...Von Copiapo aus geht es Richtung Nordosten,
quer durch die trockenste Wüste der Welt, die Atacama.
Nur wenige Bergsteiger verirren sich in dieses entlegene
und trostlose Grenzland zu Argentinien, indem sich die
höchsten Vulkane der Erde erheben.
Statt asphaltierter Straßen gibt es hier lediglich
mehr oder weniger gut befestigte Schotterpisten. Die
wenigen Autos, die man in dieser entlegenen Gegend antrifft,
sind vor allem Großfahrzeuge, mit denen die nahe
liegenden Gold-, Silber- oder Kupferminen mit dem Nötigsten
versorgt werden.
Nach etwa 250 km verlassen wir die Schotterstraßen
in Richtung des Vulkans Ojos del Salado - zu Deutsch
"das Auge des Salzsees" -. Mit stolzen 6952
Metern erhebt sich dieser Riese in einer einzigartigen,
bizarren Urlandschaft als der höchste Vulkan der
Welt.
Wir folgen den Spuren des Raupenfahrzeuges
zunächst bis auf eine Höhe von rund 5300 Metern
zur zweiten Schutzhütte. Dort werden wir unser
Basislager einrichten.
Weiter geht es anschließend zur dritten und letzten
Schutzhütte auf 5800 Metern.
Hier werden wir das Basislager 2 errichten von welchem
aus wir die letzte Etappe unserer Rekordjagd starten:
Die Fahrt in die Flanken
des Ojos del Saldo,
zum Höhenrekord über 6300 m.
Der Termin
Aufgrund der extremen klimatischen Bedingungen
kann diese Expedition nur im Südsommer oder Südherbst
durchgeführt werden.
Wir planen den Reisebeginn je nach Wetterlage Anfang
Dez. bis Ende Januar 2005. Spielt das Wetter mit, so
rechnen wir bis Mitte Januar mit der Umsetzung des neuen
Weltrekords.
Die Sicherheit
Bei extremen Wetterbedingungen kann sich
die Expeditionsgruppe binnen weniger Stunden bis zur
Hütte 1 auf ca. 4500 Meter zurückziehen. Dort
ist es möglich mehrere Tage mit der gesamten Mannschaft
Schutz zu suchen, während die weiter oben gelegenen
Hütten nur für max 5-6 Personen ausgelegt
sind. Bei schwerwiegenden Vorfällen, Erkrankungen
oder Witterungsbedingten Problemen können Einzelne
bzw. die gesamte Crew innerhalb eines Tages die Stadt
Copiapo erreichen.
"Eine Herausforderung der besonderen Art und die
eindrucksvolle Demonstration des heutigen Technikstandes
im Geländewagenbau* erwarten uns.
Ein Abenteuer für
uns Menschen und die Probe aufs Exempel für jedes
Material, welches unsere Expedition begleiten wird".